Der Westerwälder Kuhhund
Der Westerwälder Kuhhund befindet sich in der Kategorie 1(er ist damit extrem gefährdet) der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.

Der fast ausgestorbene Westerwälder Kuhhund wurde bereits im Jahre 1465 in der Nassauischen “Huthfrevelordnung” erwähnt und für hauptberuflicher Kuhhirten zur Anstellung verordnet , die Kuhhirten mussten auch für die von den Herden verursachten Schäden haften. War eine Kuhherde einmal mit den Hütehunden nicht zu halten, ging sie immer durch. Da andere Hunderassen, selbst Kreuzungen, in der Regel versagten, benötigten Kuhhirten die Reinzucht-Grundlage, was bei Schäfern nicht notwendig und daher sehr selten war. Bis zu 500 Milchkühen wurden ohne Zaun, nur mit 2 Hütehunden vom Kuhhirten, von morgens 8 bis abends 8 Uhr gehütet.
Der Westerwälder Kuhhund ist meist rotbraun, mit mittlerem Stop = Stirnansatz, mit und ohne schwarze Maske, aber auch mit weiß an Kopf, Brust, Beinen gezeichnet. Er ist 3/4 so groß wie ein Deutscher Schäferhund VDH. Die Ohren sind meistens gekippt, aber auch stehend oder hängend. Das Haar ist an der Schnauze glatt, am Körper länger oft wellig, mit Federbeinen, Hose und buschigem, aber auch kurzem Schwanz. Auf Rassemerkmale wurde nie gezüchtet. Er ist wendig, ausdauernd, intelligent, anhänglich, treu, beschützt oft ohne Kommando, wacht, treibt, wehrt und hütet gut. Nach fachgerechter Ausbildung und 2 Jahren Praxis hat er ausgelernt - sieht wo es fehlt, bestraft die Nascher - und ist Ihnen für viele Jahre ein zuverlässiger Helfer.

Rote Liste der bedrohten Nutztierrassen in Deutschland- Hunde

Kategorie 1
(extrem gefährdet)
- Großspitz
- Westerwälder Kuhhund
Kategorie 2
(stark gefährdet)
- Hütepude
- Mittelspitz
Kategorie 3
(gefährdet)
- Gelbbacke
- Schwarzer
- Fuchs
- Tiger
- Pinscher